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WIR ÜBER UNS
Geschichte
Selbstverständlich ist Jugendarbeit einem ständigen Wandeln unterzogen. Je nach Wünschen und Bedürfnissen der Jugendlichen ändern sich Aktivitäten von und für die Jugend.
Die gesamte Tätigkeit des Jugendrings kann daher kaum niedergeschrieben werden. Anläßlich unseres 50-jährigen Jubiläums wurde aber bedeutende Ereignisse unserer Geschichte in Stickpunkten zusammengefasst:
1947:
Im Bayreuther "Sonnensaal" findet der erste Jugendtag des Kreisjugendrings Bayreuth statt. + Am 25.6.1947 gibt sich der Kreisjugendring eine eigene Satzung.
Dem "Kreisjugendausschuß" gehören neben der Stadt und dem Jugendamt die Freie Deutsche Jugend, die "Falken", die Katholische Jugend, die Sportjugend, die Naturfreundejugend, die Gewerkschaftsjugend, die Oberrealschule, die Oberrealschule für Mädchen, die Städtische Höhere Handelsschule, das humanistische Gymnasium und die Berufsschulen an. + 1. Vorsitzender des KJR wird Stadtschulrat Max Kuttenfelder, sein Nachfolger Waldemar Klatt. + Ludwig Rodler wird zum 2. Vorsitzenden gewählt. + Die Evangelische und die Katholische Jugend sowie die "Falken" führen erste Zeltlager durch, während die "Naturfreunde" ihr Fleckl Haus für die Erholung bedürftiger Jugendlicher zur Verfügung stellen. Die Kosten betragen einschließlich Unterbringung und Verpflegung täglich 2,50 RM. + Außerdem gibt der KJR ein eigenes Informationsblatt heraus, das unter dem Namen "Der Ring" monatlich aufgelegt wird.
1948:
Dr. Karl Würzburger wird 1. KJR-Vorsitzender. Die Bayreuther Jugendwochen vom 18.9. - 3.10. stehen unter dem Protektorat des Stadtrates. Zu den Jugendwochen gehört auch eine Ausstellung unter dem Thema "Jugend ruft" im Gemeinschaftshaus der Neuen Baumwollspinnerei. In einer Abteilung dieser Ausstellung werden die zeitnahen Probleme "Hunger...... Jugend ohne Heimat" und "Gefährdete Jugend" behandelt. Die Jugendwochen umfassen auch Platzkonzerte, einen Großstaffellauf, und Stadtmeisterschaften in vielen Sportarten. + Schon 1948 beginnen intensive Bemühungen um die Freigabe des Städtischen Jugendheimes.
1949:
Der KJR gehört dem Arbeitsausschuß "Berufsnot der Jugend" an, der sich mit dem Problem der Arbeitslosigkeit der Jugendlichen im Bezirk Bayreuth beschäftigt. + Nach dem Rücktritt von Dr. Würzburger wird im September 1949 Ludwig Rodler zum 1. Vorsitzenden gewählt. + Der KJR umfaßt bereits 25 Jugendgruppen.
1950:
Die ersten Jugendleiterlehrgänge in Zusammenwirken mit der Volkshochschule Bayreuth beginnen. + Der KJR bemüht sich um die Einrichtung einer Jugendherberge. + Die Vollversammlung protestiert gegen den Verkauf von Kriegsspielzeug. + Die langen Auseinandersetzungen zwischen dem KJR und dem GYA, der Jugendbetreuung durch die amerikanische Armee, wegen unterschiedlicher Auffassungen über Jugendarbeit, werden beendet. + Neben der Durchführung des Staffellaufes "Quer durch Bayreuth" erweitert der KJR das Programm der Jugendmeisterschaften auf die Sportarten Fechten, Rollschuhlaufen und Radfahren. + 300 Bayreuther Jugendliche reisen mit einem Sonderzug nach München und nehmen dort an einer "Europa-Kundgebung" teil. + Der Kreisjugendring beschließt den Beitritt zum Zeltlagerring Oberfranken.
1951:
In der Übungsschule (Jean-Paul-Schule) wird in den Sommermonaten eine Notherberge eingerichtet. Dem KJR gelingt es außerdem, in der Jugendherberge in der Mozartstraße zwei Räume freizubekommen. Es zeigen sich bereits erste Ansätze des internationalen Jugendaustausches. + Neben den Heimattagen der Jugend organisiert der KJR auch eine. Filmveranstaltung für die "Pfennigparade" im Schloßturm. + 1. Vorsitzender Ludwig Rodler fährt zu einer mehrmonatigen Studienreise in die USA und informiert sich über die Jugendarbeit in den Vereinigten Staaten. + Mit einem Stand der "Aktion Wäscheleine", an dem Schundheftchen gegen gutes Jugendschrifttum umgetauscht werden, protestiert der KJR gegen die wachsende Flut von Schmutz und Schund.
1952:
Jugendgruppen des KJR nehmen am 24.2.1952 erstmals am Bayreuther Faschingszug teil. + Durch Veranstaltungen und den Verkauf von 8000 Losen unterstützt der Kreisjugendring Bayreuth-Stadt die
"Bayerische Jugendaktion zur Linderung der Jugendnot". Der Initiator der Aktion, der Norweger Arne Torgessen, kommt dazu eigens nach Bayreuth. Auch der Bayerische Rundfunk berichtet in einem Fünfergespräch, an dem auch 1. Vorsitzender Ludwig Rodler und Jugendamtsleiter Heinrich Lehr teilnehmen, über Bayreuther Initiativen der Aktion, in deren Rahmen der Madrigalchor der Universität Bristol (England) in Bayreuth ein Konzert gibt. Auch die Erlöse aus einer Aufführung des Mozart Singspiels "Bastien und Bastienne" durch die Katholische Jugend Bayreuths sowie aus einem Motorradfußballspiel sollen die Jugendnot lindern helfen. Die Nettoeinnahme bringt 1199,- DM für Bayreuth. Dieses Geld wird vom KJR an die Gewog Bayreuth weitergegeben, um damit die Freigabe von zwei Räumen in der Jugendherberge zu erreichen. + Der KJR bietet erstmals den Jugendlichen den Besuch von Jugendfilmveranstaltungen zusammen mit dem Städtischen Jugendamt im Evangelischen Gemeindehaus sowie eine Fotoorientierungsfahrt an. + Bei der Stadtbücherei wird eine Jugendleiterbücherei eingerichtet.
1953:
Am 11. Februar geben die Jugendgruppen des KJR einen großen bunten Abend im Evangelischen Gemeindehaus unter dem Motto" 199 Minuten im Kreise der Jugend". + Der KJR führt die Bundesjugendspiele für die berufstätige Jugend Bayreuths durch. + Bereits 41 Jugendgruppen gehören dem Kreisjugendring Bayreuth-Stadt an. + Karl Wachs wird 2. Vorsitzender. + In der Jugendherberge Wirsberg findet der Lehrgang "Deutscher Osten" mit 70 Teilnehmern statt.
1954:
Im Schloßturmsaal wird eine Ausstellung der Französischen Jugend gezeigt. In einer Zeit, in der die deutsch-französische Freundschaft noch in den Kinderschuhen steckt, bemüht sich so der Bavreuther Kreisjugendring um Kontaktaufnahme mit der französischen Jugend
1955:
Im Mittelpunkt der KJR-Arbeit stehen die Bemühungen um die Freigabe des Jugendheimes, in dem verschiedene städtische und staatliche Dienststellen untergebracht sind.
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